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Liquiditätshilfen für Freelancer und kleine Unternehmen



Für viele von uns Freelancern und Solo Selbständigen brechen im Augenblick die Aufträge weg, die Kosten bleiben jedoch. In allen Bundesländern und durch den Bund werden zur Zeit Programme angeboten um akute Liquiditätsprobleme und daraus resultierende wirtschaftliche Schwierigkeiten zu beheben. 

Die ganzen Programme werden auch ständig überarbeitet und teilweise verändert. Haltet Euch auf dem Laufenden und abonniert die entsprechenden Newsletter. So isses.

Nachfolgend listen wir die wichtigsten Maßnahmen auf und legen dabei auch einen besonderen Fokus auf Baden-Württemberg und Berlin, die Bundesländer in denen wir die meisten Mitglieder haben. 

Bevor ihr euch an die Programme setzt, solltet ihr vorher folgende Überlegungen anstellen:

  • Welche Umsätze und wieviel bricht in Folge der Corona Krise weg?
  • Welche Kosten habe ich und welche Kosten kann ich sofort kürzen?
  • Welche Zahlungen stehen in den nächsten zwei bis vier Wochen an und wie kann ich diese strecken?
  • Und als mittelfristige Überlegung solltet Ihr immer daran denken: Was mache ich nach der Corona-Krise?

Wichtig ist bei allen öffentlichen Programmen: Die Mittel dürfen nur für Folgen aus der Corona-Krise beantragt werden und sind von daher auch zweckgebunden für Betriebskosten oder dergleichen. Ausgefallene Umsätze werden nur bedingt ausgeglichen. 

Am besten, Ihr schreibt Euch die Begründung für die Liquiditätshilfen auf, damit Ihr bei einer eventuellen späteren Prüfung darauf zurückgreifen könnt. 

Die wichtigsten Programme und Änderungen aufgrund von Corona in Kürze:

  • Aussetzung der Insolvenzantragspflicht
  • Steuerstundungen bzw. Senkung der Steuervorauszahlungen mit dem Finanzamt verhandeln
  • Sofern Ihr Angestellte habt, die von aufgrund der Corona-Krise keine Arbeit haben, solltet Ihr Überlegungen zur Kurzarbeit anstellen. Kurzarbeitergeld könnt Ihr über Eure Buchhaltung oder Euren Steuerberater beantragen oder direkt beim Arbeitsamt
  • Direkte Liquiditätshilfen könnt Ihr bei Eurer jeweiligen Landesbank beantragen. Für Berlin findet ihr den Antrag hier (nur digital einreichen). In Baden-Württemberg könnt Ihr den Antrag hier herunterladen und per upload an https://bw-soforthilfe.de/ stellen.
  • Sofern Ihr Mitarbeiter habt, könnt Ihr die Liquiditätshilfen des Bundes bis zu 25 % des Umsatzes 2019 oder das doppelte der Personalkosten 2019 beantragen. Die Anträge müssen über die Hausbanken eingereicht werden. Informationen findet Ihr direkt bei der KfW.
  • Jede Bank hat inzwischen Sonderseiten zu Corona. Informiert Euch auf diesen Seiten. 
  • Die Landesförderinstitute haben auch jeweils noch eigene Programme eingerichtet, damit Ihr diese schwierige Zeit übersteht. 

Eine Zusammenfassung der gesamten Programme findet hier im Gründerlexikon oder auch bei fuer-gruender.de. 

Neben diesen ganzen Initiativen von staatlicher Seite gibt es auch viele private Initiativen, die betroffene Unternehmen stützen. Eine unvollständige Auswahl gebe ich hier:

Wenn Ihr weitere Initiativen wisst, meldet sie uns. Wir setzen sie auf unsere Webseite.