„Das soll er mir büßen!“ – Haben Sie sich schon mal so über einen Kunden aufgeregt, dass Sie ihm nach Ende des Geschäftsverhältnis noch einen Hieb versetzen wollten, an den er noch lange denken sollte? Und haben Sie das dann auch wahr gemacht?

Ich glaube nicht, dass Sie jetzt zwei Mal mit „Ja“ geantwortet haben. Hat man nach solch einem Groll über einen Kunden oder über andere Menschen, Unternehmen wie Behörden, dann den preußischen Militärgrundsatz beherzt und eine Nacht drüber geschlafen, so kann man anderentags wieder klarer und vernünftiger denken.

Es hilft wirklich keinem, nach einem Kundenauftrag, der – warum auch immer – in den Sand gesetzt wurde, noch einen Rachefeldzug zu starten. Es ist, wie es ist. Besser ist, man nutzt seine Energie, um Neues anzugehen. Dem Gewesenen soll man nicht länger nachhängen. Solch einen Kitt gibt es gar nicht, der Geschäftsverhältnisse so einfach wieder stabilisieren könnte. Auf zu neuen Ufern kann die Devise für einen Unternehmer nur heißen. Ist eine Brücke eingestürzt baut man halt gleich die nächste.

Alles hat einen natürlich einen kolossalen Lerneffekt: Aus Fehlern kann und muss man seine Schlüsse ziehen. Ein Unternehmer darf Fehler machen. Nur seine Fehler immer wieder genauso zu machen und aus dem ganzen Schaden nichts lernen. Das sollte ihm nicht passieren.

Dieter E. Gellermann

www.d-e-g.de

Mitglieder präsentieren sich:

Go to top